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A 20 - Aberrante Aktivierung von β1 und β2 Integrinen auf Leukozyten bei JAK2-V617F-mutierten Erkrankungen

Eine aktivierende Mutation der zytoplasmatischen Janus-Kinase-2 (JAK2V617F) steht im Mittelpunkt der Pathogenese der sogenannten Philadelphia-Chromosom-negativen chronischen myeloproliferativen Neoplasien (CMN). Zu diesen Erkrankungen gehört die Essentielle Thrombozytose (ET), die Polyzythämia vera (PV) und die Primäre Myelofibrose (PMF).

Molekularbiologische, tierexperimentelle und klinische Daten zeigen eine ausgeprägte Zytokinhypersensitivität der neoplastischen hämatopoetischen Progenitorzellen und die Induktion einer starken systemischen Entzündungsreaktion, insbesondere in fortgeschrittenen Phasen der Erkrankung. Beide Phänomene spielen eine entscheidende Rolle für den klinischen Phänotyp der Erkrankungen. Die molekularen Mechanismen, die der JAK2V617F-induzierten Pathogenese und insbesondere der systemischen Entzündungsreaktion zugrunde liegen, sind weitgehend unbekannt und werden in diesem Projekt molekularbiologisch charakterisiert. Während der letzten Förderperiode konnten wir die aberrante Aktivierung von β1 und β2 Integrinen (VLA-4 und LFA-1) auf Leukozyten aufdecken.

Jetzt soll deren Bedeutung für die JAK2-V617F induzierte Zytokin-Dysregulation, Splenomegalie und Thromboseneigung in einem JAK2-V617F knock-in Mausmodell untersucht werden.