Teilprojekt B16: Kontrolle der Entstehung der immunologischen Synapse in regulatorischen T-Zellen

Regulatorische T-Zellen (Tregs) halten die Immuntoleranz und -homöostase aufrecht, indem sie die Aktivität verschiedener Immunzellen, darunter auch konventioneller T-Zellen (Tconv), unterdrücken. Voraussetzung für diese immunsuppressive Funktion ist die Aktivierung des T-Zell-Rezeptors (TCR) der Tregs. Gegenwärtig ist unser Wissen über die molekularen Mechanismen der Signalübertragung nach Aktivierung des TCR, die schließlich zur Treg-Aktivierung führen, nur fragmentarisch. Es gab aber kürzlich erste Hinweise darauf, dass eine Treg-spezifische räumliche Anordnung der beteiligten Komponenten in der immunologischen Synapse (IS) zu der spezifischen Kontrolle der Signaltransduktion in Tregs beiträgt. Es ist allgemein akzeptiert, dass die molekulare Zusammensetzung der IS von der Dynamik des Mikrotubule (MT) Netzwerks abhängt. Darüber hinaus ist auch bereits bekannt, dass posttranslationale Modifikationen wie Phosphorylierungen und Ubiquitinierungen die Zusammensetzung und Stabilität der beteiligten Proteinkomplexe steuern. Das Teilprojekt B16 hat durch den Einsatz phosphoproteomischer und toponomischer Methoden bereits mehrere Module identifiziert, die an der Treg-spezifischen Signalübertragung beteiligt sind. Im weiteren Verlauf wird B16 untersuchen, (i) wie die räumliche dynamische Organisation dieser Module die Bildung der IS in Tregs kontrolliert und (ii) wie die identifizierten Veränderungen des Mikrotubuli-organisierenden Zentrums (MTOC) und MT-regulierende Proteine ihrerseits die Rekrutierung von Komponenten des TCR-Signalweges von und zur IS bestimmen.